AWO KINDERHaus Villa Drachenstein - KONZEPT

Seiten zuletzt aktualisiert am 30.11.2016

Rahmendaten

Name

AWO Kinderhaus Villa Drachenstein

Anschrift

Herzog-Ludwig-Str.37a, 85570 Markt Schwaben

Telefon

08121 912357

Fax

08121 995943

Kontakt

Träger

Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Ebersberg e.V.
Herzog Ludwig Str. 20, 85570 Markt Schwaben
Tel. 08121 9334 0
Fax 08121 9334 50
Email: info@awo-kv-ebe.de

 

Kinder

Alter der Kinder

Im Kindergartenbereich sind bei uns Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt und im Hortbereich ab dem Schuleintritt bis zur Vollendung der Grundschulzeit.

Zahl der Plätze

2 Kindergartengruppen: 50 Plätze
2 Hortgruppen :                50 Plätze

Belegte Plätze

105 Plätze sind belegt

Einzugsgebiet

Familien mit Kindern ausder Gemeinde Markt Schwaben.

Gruppenorganisation

Gemeinsame Projekte, Aktivitäten und Aktionen unterstützen das Miteinander in unserem Haus, welches aus jeweils zwei Kindergarten- und Hortgruppen besteht. Wir arbeiten in unserem Kindergarten mit festen Stammgruppen und einer Teilöffnung. In jedem Bereich gibt es feste Bezugserzieher für die Kinder und ihre Familien. Während der Freispielzeit kann sowohl der Hort als auch der Kindergarten für beide Bereiche übergreifend genutzt werden.

Integration

Es gibt die Möglichkeit der individuellen Einzelintegrationsmaßnahme. Ein externer Fachdienst unterstützt dabei das Kind und das Team. Ein besonderer Augenmerk wird dabei auf die Stärken des Kindes gerichtet.
Für die Belegung eines Integrationsplatzes braucht es ein ärztliches oder psychiatrisches Gutachten sowie einen Antrag auf Eingliederungshilfe beim Bezirk Oberbayern. Dazu werden die jeweiligen Möglichkeiten ganz individuell mit den Eltern besprochen.

Nationalitäten der Kinder

Mehrere unserer Kinder kommen aus zweisprachigen Familien.

Mitwirkungsmöglichkeit der Kinder

Die Kinder unserer Einrichtung sind an vielen Entscheidungen rund um das Kinderhaus beteiligt. So entscheiden sie zum Beispiel über die Gestaltung einzelner Räumlichkeiten, der Außenanlagen und über Projekte mit. Es finden regelmäßig Kinderkonferenzen gruppenübergreifend oder -spezifisch statt, bei denen demokratisch über einzelne Themen und Projekte abgestimmt wird. In der Gruppenöffnung entscheiden sich die Kinder frei, wo und mit wem sie spielen und/oder an welcher Aktion sie teilnehmen möchten.

Im Hortbereich wird jährlich ein Kinderparlament gewählt. Dazu finden regelmäßig Kinderkonferenzen und Hortversammlungen statt.

Bei Themen, die alle Kinder des Hauses betreffen, wird eine Vollversammlung einberufen.

Personal

Zahl der Fachkräfte

5 ErzieherInnen
4 Kinderpflegerinnen
2 Ergänzungskräfte
1 Praktikantin im Sozialpädagogischen Seminar (SPS)
1 Heilpädagogin als Fachdienst
1 Küchenfee

In jeder Einrichtung gibt es außerdem eine geschulte/n Sicherheitsbeauftragte/n und eine/einen Ersthelfer/in.

Organisationsstruktur

Die Arbeiterwohlfahrt ist ein überparteilicher und überkonfessioneller Verband der freien Wohlfahrtspflege, der bundesweit tätig ist. Ziel der AWO ist es, Hilfesuchenden und benachteiligten Menschen beizustehen und ihre Lebenssituation zu verbessern. Dafür setzt sich die AWO seit vielen Jahrzehnten ein – konsequent und mit Erfolg. Unser Kreisverband ist als Gliederung des AWO-Bezirksverbandes Oberbayern e.V. ein gemeinnütziger eingetragener Verein mit ca. 950 Mitgliedern in 7 Ortsvereinen. Der in einer Delegiertenkonferenz gewählte Vorstand ist ehrenamtlich tätig. Als Träger von vielfältigen sozialen Dienstleistungen gehört der Kreisverband zu den größten Arbeitgebern im Landkreis Ebersberg. Er ist in der Ambulanten Pflege, der Offenen Behindertenarbeit und im Bereich der Kindertagesstätten mit Kinderhorten, Kindergärten, Kinderhäusern sowie in Ganztagesklassen und in der Mittagsbetreuung tätig.

Gruppenschlüssel

Das AWO – Kinderhaus Villa Drachenstein ist innerhalb der gesetzlichen Möglichkeiten optimal mit pädagogischen Personal ausgestattet.
In jeder Gruppe arbeiten mindestens 2-3 pädagogische Fachkräfte.

Tätigkeiten außerhalb der Kinder-/Gruppenzeit

Das pädagogische Personal verfügt, je nach Bedarf und Anspruch laut Stellenbe-schreibung, über eine im Dienstplan festgeschriebene Vorbereitungszeit zwischen 6 bis 10 Stunden pro Woche.
In diesen Zeiten finden Tätigkeiten, wie Vor- und Nachbereitung der Gruppenarbeit, Vorbereitung und Durchführung von Elterngesprächen,Teambesprechungen, Vernetzungen mit anderen sozialen Institutionen usw. statt.

 

Qualitätssicherung

Qualitätsmanagement

In Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle wurden Standards entworfen, die für alle Einrichtungen des AWO-Kreisverbandes Ebersberg e.V. verbindlich sind. Diese ergänzen und/oder unterstreichen die Inhalte der pädagogischen Konzeptionen.

Eine pädagogische Konzeption setzt eine stetige Weiterentwickelung voraus. Nur so kann sie den selbst durch Lebendigkeit und Entwicklung geprägten Kindern gerecht werden.
Das Überprüfen der gesetzten Ziele sowie das Reflektieren der eigenen Arbeitsweise gehören zum selbstverständlichen Alltag eines Pädagogen.
Adäquate Instrumente sind hierfür regelmäßige:

Die praxisnahe Begleitung und Unterstützung der Einrichtungen in der pädago-gischen Weiterentwicklung ist für den AWO Kreisverband Ebersberg e.V. ein Selbst-verständnis, welche sich aus seiner Verpflichtung als Träger für Kindertageseinrichtungen heraus ergibt. Zum pädagogischen Grundverständnis zählen die Inklusion und die Partizipation. Beide Elemente bedingen sich gegenseitig. Mit der festen Etablierung einer im Alltag verankerten Partizipation wird der Grundstein für inklusives Denken gelegt.

Prozessbegleiter Partizipation:

Prozessbegleiter Inklusion:

Ergebnisse aus diesem Forum sind:

Beide Elemente sind für uns kein Ergebnis, sondern ein Prozess, eine Leitidee, an der wir uns konsequent orientieren, an die wir uns kontinuierlich annähern, selbst, wenn wir sie nie vollständig erfüllen können.

Elternbefragung

Elternbefragungen finden einmal jährlich statt. Abgefragt wird, ob sich das Kind wohlfühlt sowie Fragen zu den pädagogischen Bereichen, zu Aktivitäten, zu den Öffnungszeiten und zur Zusammenarbeit mit den Eltern. Das Team setzt sich mit den Ergebnissen auseinander und informiert die Eltern über das Ergebnis dieses Teamprozesses.

Fortbildungsmaßnahmen der letzten Zeit

Um die Qualität unserer Arbeit sicherzustellen und weiterzuentwickeln hat jeder Mitarbeiter fünf Fortbildungstage im Jahr. Im Team wird erarbeitet, welche Schwerpunkte gesetzt werden.
Zusätzlich werden durch den Kreisverband pro Einrichtungsjahr interne Arbeitskreise organisiert und gestaltet. Hier wird zeitnah an Themen aus der Praxis gearbeitet. An den Arbeitskreisen nehmen ErzieherInnen, KinderpflegerInnen und PraktikantInnen teil.
Für die Einrichtungsleitungen finden in einem Jahr sechs ganztägige Tagungen zu fachlichen Themen, aber auch zu kinderpolitischen Entwicklungen statt.
Bei den Arbeitskreisen, wie auch zu den LeiterInnentagungen werden, je nach Thema, auch externe Referenten eingeladen.

Supervision

Supervision findet je nach Bedarf statt. Diese unterstützt die Teammitglieder in ihrer Arbeit mit Kindern, der Zusammenarbeit mit Eltern, fördert kommunikative Prozesse, bearbeitet schwierige Erziehungssituationen und fördert die Teamentwicklung.

Fachberatung

Bereits 1996 wurde für alle Tageseinrichtungen des Kreisverbandes Ebersberg e.V. eine Fachbereichsstelle installiert. Zu den Aufgaben gehören u.a. eine praxisbezogene Begleitung, Weiterentwicklung und Sicherung der Fachlichkeit der pädagogischen Arbeit in den Tageseinrichtungen und die Qualitätssicherung der Dienstleistung Tagesbetreuung.

 

Räumlichkeiten

Lage

Das Kinderhaus liegt in der Nähe des Schulzentrums im Westen des Ortes, direkt am Sportgelände der Mittelschule. Es stehen neben dem eigenen Garten weitere attraktive Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Architektur

Als Neubau ist der Kindergarten Ende 2005 erbaut worden. Der Außenbereich wurde im Sommer des gleichen Jahres fertig gestellt. Im Oktober 2008 begann der Erweiterungsbau.

Beschreibung der Räumlichkeiten

Die vier hellen Gruppenräume sind freundlich eingerichtet und verteilen sich im Altbau auf eine Ebene und im Erweiterungsbau auf zwei Ebenen. Die beiden Gruppenräume im Kindergartenbereich verfügen über einen Nebenraum mit einer Küchenzeile.

Die Hortgruppen verfügen neben ihren Gruppenräumen über einen Nebenraum und einen großen Hausaufgabenraum im Untergeschoss.
Den ganzen Kinderhaus steht ein Bewegungsraum zur Verfügung.

Ausstattung

Hortraum
- Hortraum OG

Hortraum
- Hortraum OG

Die einzelnen Spielecken und Rückzugsmöglichkeiten in- und außerhalb der Gruppen sind funktionell in verschiedene Bereiche aufgeteilt (Puppenecke, Bauecke, Kreativraum usw.)


Holzbau im Hort 2. OG

Des Weiteren bietet der Außenbereich und Bewegungsraum die Möglichkeit seinem Bewegungsdrang nachzukommen.

Weitere Räume und Funktionsecken:
- Personal und Besprechungszimmer
- Büchere
- Kreativ- und Werkraum
- Kinderküche

Außenanlage

Das Kinderhaus wird von seinem Außengelände eingerahmt. Neben einer Sandkiste, Schaukeln, Turnstangen und einer Rutsche mit Kletterturm, ist der Hügel von großer Bedeutung, auf dem mit Vorliebe gelaufen, gekullert und der im Winter zum Rutschen verwendet wird.

Gartenbereich

Regelmäßig genutzte Flächen außerhalb der Einrichtung

In unmittelbarer Nähe befindet sich der Abenteuerspielplatz und das Sportgelände der Schulen zur Mitbenutzung.

Regelmäßige Besuchsorte

Zusätzlich besuchen wir regelmäßig Orte außerhalb der Gemeinde mit der S-Bahn, z.B. Erding oder München. So lernen die Kinder ihre Umgebung in ihrer Vielfalt und damit verbundenen Verhaltensregeln kennen.

 

Kooperation und Vernetzung

Fachdienst

Die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, den Schulen in der Gemeinde und den Beratungsstellen ist uns sehr wichtig. So gibt es einen Kooperationsbeauftragten, der sich regelmäßig mit den MitarbeiterInnen anderer Kindergärten und LehrerInnen der Grundschule trifft. Bei den Kooperationstreffen werden gemeinsame Standards entwickelt, um die bessere Zusammenarbeit zu sichern und um den Übergang in die Schule zu entwickeln. Wir unterstützen Eltern bei der Suche nach externen Hilfestellungen (z.B. Logopäden, Psychologen, Beratungsstellen usw.).

Organisation von Betreuung außerhalb der Einrichtung

An unserer Infowand hängen aktuelle Informationen zur Betreuung unserer Gemeinde aus.

Vernetzung in Gemeinde oder Stadtteil

Wir arbeiten in Teilbereichen eng mit der Gemeinde und anderen Kindertagesstätten zusammen.
Durch die gemeinsame Trägerschaft besteht zwischen dem AWO Kindergarten Sonnenschein und unserem Kinderhaus eine enge Kooperation.
Ein besondere Vernetzung ist zu anderen Horten wie Aschheim, Poing, Steinhöring, Feldkirchen durch das jährliche Fußballturnier entstanden.

 

Zusammenarbeit mit den Eltern

Die Zusammenarbeit mit den Eltern basiert idealerweise auf einer vertrauensvollen Erziehungspartnerschaft. Wir sehen die Eltern als die Experten für ihr Kind, die maßgeblich dazu beitragen, dass die Kindertagesstätte eine harmonische und ganzheitliche Erweiterung des Lebensraumes des Kindes darstellt. Grundlage für diese Zusammenarbeit ist Offenheit, Transparenz sowie Respekt und Vertrauen auf beiden Seiten.

Information

Für alle Eltern des Kinderhauses stehen Elternpinnwände im Eingangsbereich und an jeder Gruppe zur Verfügung.
Über wichtige Informationen und Termine werden die Eltern in Form eines Elternbriefes und Plakaten informiert.
Außerdem besteht in beiden Bereichen die Möglichkeit, Informationen über einen E-Mailverteiler zu erhalten.
Ein Faltblatt über das Kinderhaus informiert alle Interessierten. Auf unserer Internetseite erfahren Eltern Termine, Schließtage und alles Wissenswerte über unsere Einrichtung.

Elternsprechstunden, Elternabende

Wir verstehen unser Kinderhaus als Begegnungsort für Familien. Das gegenseitige Kennenlernen unterstützen wir durch verschiedene gemeinsame Aktivitäten.

Es finden regelmäßige Elternabende statt. Wir unterscheiden zwischen Elternbeiratswahl, Themenelternabenden und Informationselternabenden.

Mindestens einmal jährlich besteht die Möglichkeit ein gemeinsames Entwicklungsgespräch zu führen, innerhalb dessen Beobachtungen zum Kind besprochen und gemeinsame Schlussfolgerungen daraus gezogen werden.

Mitwirkungsmöglichkeiten

Die Eltern haben jederzeit die Möglichkeit in den Gruppen zu hospitieren oder sich in Projekten einzubringen. Gerne nutzen wir auch das Expertenwissen von Eltern für unsere Projekte oder freuen uns über das Einbringen von Fähigkeiten wie kochen, backen oder basteln.

Elternbeirat

Es werden jedes Jahr 2 bis maximal 10 Beiräte für das ganze Haus gewählt. Es wird auf eine ausgewogene Aufstellung der Kandidaten aus allen Bereichen geachtet. Durch die Kinderhaussatzung wird festgelegt, dass die Wahl und Geschäftsordnung des Elternbeirates nach Maßgabe der „Anweisung über die Bildung und den Geschäftsgang der Elternbeiräte in den Kindertageseinrichuntgen des AWO Kreisverbandes Ebersberg e.V.“ geregelt wird.

Ziele des Elternbeirats:

Der Elternbeirat trägt unter anderem zu einer guten Zusammenarbeit zwischen den Eltern, Träger und dem Kindertagesstättenteam bei. Er wird von der Leitung und dem Träger vor wichtigen Entscheidungen informiert und gehört. Er arbeitet auch bei der Organisation von Festen und sonstigen Veranstaltungen mit.

Pädagogische Schwerpunkte

Der situationsorientierte Ansatz:
Dabei werden das Kind und seine konkrete Lebenswelt in den Mittelpunkt gestellt. Durch Beobachtungen und Gespräche erhalten die PädagogInnen Einblicke in die jeweiligen Lebenssituationen. So können aktuelle Themen und Interessensgebiete von Einzelnen als auch von der Gruppe aufgegriffen und bearbeitet werden. Daraus resultieren gezielte Angebote, Projekte, Ausflüge, Besichtigungen, Recherchen sowie die Auswahl spezieller Materialien, welche dann zur freien Verfügung stehen.
Durch das Aufgreifen von Themen, die das Kind selbst betreffen, lernen die Kinder sich im realen, lebenspraktischen Bereich, also im Hier und Jetzt, zurechtzufinden, verarbeiten gleichzeitig Erlebnisse und Erfahrungen aus der Vergangenheit und rüsten sich für einen kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit zukünftigen Lebenssituationen.
Der situationsorientierte Ansatz hat zur Aufgabe, eine Überfrachtung des Einrichtungsalltages zu vermeiden und im Sinne der Ganzheitlichkeit die Erfahrungswelten der Kinder erlebbar zu machen. Das konsequente Verfolgen dieses Ansatzes birgt einen stetigen Aufbau von Lern- und Entwicklungsschritten.

Der spätere Erfolg des schulischen Lernens ist abhängig davon, wie intensiv die Neugierde und Motivation der Kinder sowie der Spaß am Lernen erhalten bleiben.

Beobachtung und Dokumentation:

Beobachtung und Dokumentation sind der Dreh- und Angelpunkt der pädagogischen Praxis und die Grundvoraussetzung für den situationsorientierten Ansatz.
Die pädagogische Fachkraft nimmt die Rolle des Forschers und Entdeckers ein. Sie begibt sich auf die Ebene des „Nicht-Wissenden“, der nicht bereits im Vorfeld weiß, was für das Kind gut und wichtig ist.
Beobachtungsziele:

Neben offenen und strukturierten Beobachtungsverfahren schreibt der Gesetzgeber für den Kindergartenbereich bestimmte Beobachtungsbögen vor, die ab dem 4ten Lebensjahr jährlich für jedes Kind bis zur Einschulung gemacht werden. Diese sind:
PERIK = Positive Entwicklung und Resilienz im Kindergartenalltag: Erfassung der sozial-emotionalen Kompetenzen, welche wesentliche Voraussetzung für erfolgreiches Lernen sind.
SELDAK = Sprachentwicklung und Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern
SISMIK = Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern in Kindertagesstätten
In beiden Sprachbögen geht es um die Erfassung des Sprachverhaltens und um das Interesse des Kindes an der Sprache. Die Bögen dienen auch als Grundlage der Sprachstandserfassung und geben Auskunft, ob das Kind an dem sogenannten Vorkurs Deutsch teilnehmen soll.

Der Vorkurs Deutsch wird parallel in der Schule (eine entsprechende Teilnahme erfolgt mit Abstimmung und nur bei Zustimmung der Eltern) und in der Kindertages¬einrichtung angeboten. Zwischen den beiden Institutionen besteht eine Kooperation und Abstimmung bezüglich des Durchführungskonzeptes des Vorkurses Deutsch (siehe auch Punkt „Kooperation und Vernetzung“).

Neben dem Standard „Beobachtung des Kindes“ entstand in Zusammenarbeit mit den AWO Einrichtungen eine Arbeitshilfe. Der „AWO Beobachtungsordner“ enthält Beschreibungen und Zusatzmaterialien zu den gesetzlich vorgeschriebenen Beobachtungsbögen sowie weitere Bögen und Materialien für alle Altersbereiche.

Das (teil)offene Haus:
Durch die (teil)offene Arbeit in unserem Haus erweitern wir den Handlungs- und Erfahrungsrahmen der Kinder. Während der Freispielphase haben die Kinder die Möglichkeit, auch unabhängig von ihrer Gruppe aktiv zu sein. Die Stammgruppe bleibt, welche dem Kind Sicherheit und Geborgenheit und den Eltern feste Ansprechpartner bietet.

Die Ganzheitlichkeit:
Ganzheitliche Erziehung ist Lernen und Erleben mit allen Sinnen, eigenständiges Denken und Handeln und die beständige Auseinandersetzung mit der Welt in einer anregungsreichen Umgebung.
Das bedeutet mit Kopf, Herz und Hand zu lernen, ausreichende Bewegungs-, Gestaltungs-, Spiel- und Entwicklungsräume zur Verfügung zu haben, voneinander und miteinander zu lernen, mit allen Sinnen zu „be-greifen“, mit Freude und Neugier zu forschen, experimentieren und zu entdecken sowie Erfahrungen durch Selbst¬tätigkeit zu sammeln.

Allgemeine Grundsätze für die individuelle Förderung

Wir möchten die Kinder in unserem Kinderhaus auf „das Leben vorbereiten.“ Im Kindergarten ist eine gute Eingewöhnung und ein positiver Kontakt zum Personal für die Kinder ebenso wichtig, wie für die Hortkinder. Ein Ziel ist es, ihnen die für das tägliche Miteinander notwendigen Schlüssel¬qualifikationen zu vermitteln. Die Basis für ein ganzheitliches Lernen sind für uns Selbstvertrauen, Eigeninitiative, Kreativität, soziale Kompetenz, Resilienz, Team- und Konfliktfähigkeit, Ausdauer, Konzentration, Frustrationstoleranz, die Neugierde und der Spaß am Lernen und Erforschen.

Uns liegt besonders am Herzen, dass die Kinder bei uns:

Inklusion heißt für uns gemeinsam lernen und gemeinsam leben.

Basiskompetzenzen

Zusammenfassung der Basiskompetenzen aus dem Bildungs- und Erziehungsplan:

Das AWO Kinderhaus Villa Drachenstein arbeitet nach dem Bildungs-und Erziehungsplan. Der Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) ist eine Handreiche für Kindertagesstätten, welche vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, Staatsinstitut für Frühpädagogik München, im Jahr 2005 herausgegeben und gleichzeitig verbindlich im Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) verankert wurde.

Zitat aus dem BEP: Definition Basiskompetenzen

Als Basiskompetenzen werden grundlegende Fertigkeiten und Persönlichkeitscharakteristika bezeichnet, die das Kind befähigen, mit anderen Kindern und Erwachsenden zu interagieren und sich mit den Gelegenheiten in seiner dinglichen Umwelt auseinander zu setzen.

Wir nehmen die Kinder mit ihren Bedürfnissen und Interessen ernst und gestalten entsprechend die Angebote für die Kinder.

Im gemeinsamen Miteinander, Gestalten und Erleben erlernen die Kinder Basiskompetenzen, wie z. B. Selbstwahrnehmung, motivationale-, physische-, lernmethodische-, kognitive- und Sozialkompetenz, Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe, Wertehaltung und Verantwortungsübernahme sowie Widerstandsfähigkeit.

Ethische Bildung und Erziehung

Jedes Kind wird mit den Werten und seinem Glauben, die es von zu Hause mitbringt angenommen. Die Kinder lernen verschiedene Religionen und die Akzeptanz und Andersartigkeit jedes Menschen kennen. Kinder aus verschieden Kulturen und Nationen treffen in unserem Kinderhaus aufeinander. Die Vielfalt der Sprachen und Kulturen sind ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit.

Emotionalität und soziale Beziehungen

Das Kind lernt durch positive, emotionale und soziale Beziehungen sich in die Gesellschaft zu integrieren. Dadurch werden Freundschaften aufgebaut. Wir unterstützen die Kinder und zeigen ihnen den Umgang mit Konflikten z.B. durch Rollenspiele oder Moderationen.

Durch gemeinsame Freizeitaktionen stärken wir das Mit- und Füreinander (z.B. Sportspiele, Schwimmausflüge, Hortfahrten).

Auch das Schaffen von familiären Situationen, wie z. B. das gemeinsame Mittagessen sowie gemütliche Gesprächsrunden trägt zum respektvollen Umgang bei.

Sprachliche Bildung und Förderung

Im täglichen Zusammensein begleitet uns fast ständig die Sprache/Kommunikation, die als die Schlüsselkompetenz für unser Leben gilt. Dabei ist es gerade die alltagsintegrierte Sprachförderung durch Unterhaltung, Gespräche zu bestimmten Themen, interessiertes Nachfragen bei Spielen, Singen, Vorlesen …, verbunden mit der Vorbildfunktion des Erwachsenen, die die Sprachentwicklung des Kindes voranbringt.

Im Erdgeschoss des Kindergartenbereiches befindet sich die von den Kindern in einem Partizipationsprojekt eigenhändig eingerichteten Bücherei, welche die Möglichkeit bietet, sich Bücher auszuleihen. Bilderbuchbetrachtungen in Kleingruppen erfreuen sich bei den Kindern größter Beliebtheit.

Mathematische Bildung

Mathematisches Denken wird in der Hausaufgabenbetreuung durch das Verwenden von Rechenschiebern, Muggelsteinen, Legosteinen und Papiergeld unterstützt.

Im Kindergarten spielt der spielerische Umgang mit Zahlen, Formen und Mengen sowie das Beobachten, Messen, Sortieren, Vergleichen und Ordnen schon eine entscheidende Rolle für die mathematische Bildung.
Aufgaben wie „Hole fünf Löffel aus der Küche“ und das Abwiegen beim Backen fördern das Zahlen- und Mengenverständnis und stärken das Selbstbewusstsein.

Umweltbildung und -erziehung

Naturwissenschaften und Technik prägen unser tägliches Leben und wirken faszinierend für Kinder.

Einblicke erhalten die Kinder durch:

Umwelt- und naturpädagogische Projekte erleben die Kinder durch Ausflüge wie zu den Isarauen, unsere jährliche Hortfahrt, Waldtage usw.

Die Mülltrennung im Alltag wird gemeinsam mit den Kindern praktiziert.

Informationstechnisch Bildung, Medienbildung und -erziehung

Es finden Hörspiel- oder Filmnachmittage statt. Die gruppeneigenen CD-Spieler und Kassettenrecorder stehen zur freien Verfügung.

In allen Gruppen werden regelmäßig Geschichten und Bücher (vor-)gelesen.
Die zentrale Bücherei lädt zum Lesen und Schmökern ein.

Musikalische Bildung und Erziehung

Zu Festen sowie im täglichen Morgenkreis werden regelmäßig gemeinsam Lieder gesungen.

Bewegungserziehung und -förderung, Sport

Die Kinder des Kindergartens gehen möglichst jeden Tag in den Garten, um ihren Bewegungsdrang zu stillen. Weiter steht ihnen der Sportplatz und die Turnhalle zur Verfügung. Darüber hinaus bieten wir Sportspiele, Schwimmen und verschieden Ausflüge an.

Gesundheitserziehung

Unser Ziel in der Gesundheitserziehung ist es, den Kindern eine gesunde Beziehung zu ihrem Körper und zu ihrem seelischen Wohlbefinden zu vermitteln.
Die Kinder werden bei der Auswahl der Brotzeit mit einbezogen und sie übernehmen Eigenverantwortung für ihre Ernährung und Gesundheit. In beiden Bereichen erleben Kinder in Projekten Kenntnisse zur Gesundheitserziehung.

Sonstige (Feste, Veranstaltungen, Besuche, besondere Projekte)

Im Laufe des Kitajahres finden Feste, Veranstaltungen, Projekte und Feierlichkeiten statt. Hinzu kommen Ausflüge.

Folgende Aktivitäten kehren jährlich wieder:

 

Tagesablauf

Tagesablauf Kindergarten

 


7.30-8:00 Uhr Die Kinder kommen in den Kindergarten und werden liebevoll empfangen
  8.30-9.00 Uhr Morgenkreis
  9.15-10.00 Uhr Vorschule (dreimal wöchentlich)
  9.15-10.00 Uhr Gleitende Brotzeit und Freispielzeit
verschiedene Angebote werden flexibel während der Freispielzeit angeboten
  10.30 Uhr Gemeinsames Angebot in der jeweiligen Gruppe / Projekte
  12.00-12.30 Uhr Freispielzeit im Garten
Flexible Abholzeit
  12:30-13:00 Uhr Gemeinsames Mittagessen / 2. Brotzeit
  13.00-17.00 Uhr Freispielzeit / flexible Abholzeit bis 15:00 Uhr
  15.00 Uhr Brotzeit
     
    Jede Woche geht jede Gruppe turnen.
     

Tagesablauf Hort

 
  11.00-13:00 Uhr Die Kinder kommen aus der Schule.
bis
bis
14.00 Uhr
15.00 Uhr
Mittagessen in drei Gruppen je nach Schulschluß
Hausaufgabenzeit (je nach Klassenstufe max. eine Stunde)
ca. 15.00 Uhr Brotzeit
  15.30-17.00 Uhr Wahlweise gruppenübergreifende Angebote / Projekte oder begleitetes freies Spiel

 

Essen und Getränke

Mittagessen

Wir bieten den Kindern täglich ein warmes Mittagessen an. Unser Essen beziehen wir von der Firma „Köstlich & Co“ aus Poing.

Frühstück, Vesper

Das Frühstück im Kindergarten wird von zu Hause mitgebracht und soll idealerweise gesund und ansprechend sein.

Getränke

Wir bieten den Kindern Wasser, Milch und Tee an.

Obst

In den Gruppen wird morgens und im Tagesablauf frisches Obst aufgeschnitten, welches die Eltern in einen Korb im Eingangsbereich legen können.

 

Anmeldung

Verfahren und Fristen

In unserer Einrichtung gibt es keine festen Anmeldefristen. Voranmeldungen können jederzeit bei uns abgegeben werden. Es existiert eine Warteliste. Für Interessierte bieten wir Informationen über unsere Homepage und unser Faltblatt an. Die Kinder können auch Schnuppertage im Kinderhaus wahrnehmen. Zu Beginn des Kalenderjahres findet ein Tag der offenen Tür statt. Hier haben Eltern die Möglichkeit, das Haus und das Personal kennenzulernen und ihr Kind anzumelden.

Kinderschutz

Gemäß § 8a SGB VIII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung hat jede Kinder-tagesstätte die Verpflichtung bei einem entsprechenden Verdacht zu reagieren, um das Wohl des Kindes sicherzustellen.
Neben dem Standard „Umgang bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung“ unterstützt ein AWO Ordner zum Thema die Pädagogen vor Ort.
Fragen in diesem Bereich werden durch AWO interne Beratungen (z.B. durch die Fachbereichsleitung für Kinder und Jugend und/oder Inklusionsbeauftragte) oder mit speziell dafür ausgebildeten externen Beratungspersonen sensibel und der Situation angemessen erörtert. In diesem Prozess sind nach Möglichkeit immer die Eltern eng mit eingebunden. Oberstes Ziel ist gemeinsam mit den Eltern eine ggf. nicht gute Situation für das Kind positiv aufzulösen.

Gesetzliche Grundlagen

Trägerspezifische Regelungen:

In der als Broschüre erhältlichen Hauskonzeption finden sich bei Interesse weitere Informationen zu unserer pädagogischen Arbeit.

 

Ansprechpartner

Patrick Müller (081 21 / 912357)